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Raakeindse Kerkweg - Molenschot

Luftwaffenstützpunkt Gilze-Rijen


Flugplatz Molenheide
Im Jahr 1910 wählte die Eerste Nederlandse Vliegvereniging aus Breda die Molenheide zwischen Gilze und Rijen als Flugplatz. Es war der erste offizielle Flugplatz der Niederlande. Während des Ersten Weltkriegs diente er als militärischer Hilfsflugplatz.


Bau des Hangars auf dem Flugplatz Molenheide (Foto: Archiv Heemkring Molenheide)

Ab 1930 kamen jedes Jahr Tausende von Zuschauern aus dem ganzen Land nach Molenheide, um die Vorführungen, Kunstflüge und die Vergnügungsflüge während des Flugfestes zu sehen.


Eintreffende Zuschauer über den Bahnhof Gilze-Rijen (Foto: Archiv Heemkring Molenheide)

Flughafen Nerhoven
In der Nähe von Molenheide wurde 1935 mit dem Bau des Flughafens Nerhoven begonnen, der für die zivile Luftfahrt bestimmt war. Im Jahr 1939 wurde er vom Kriegsministerium wegen der Mobilmachung beschlagnahmt.

Fliegerhorst Gilze Rijen


Deutsche Truppen nehmen den Flugplatz Nerhoven in Besitz (Foto: Archiv Heemkring Molenheide)

Im Mai 1940 nahmen die Deutschen die beiden Flugplätze in Besitz, um sie zu einem großen deutschen Militärflugplatz zusammenzulegen und auszubauen: Fliegerhorst Gilze Rijen. Der Fliegerhorst und seine Umgebung waren während des Krieges zahlreichen Bombenangriffen ausgesetzt.

Flugplatz Gilze-Rijen
Nach dem Krieg übernahm das Verteidigungsministerium den Flugplatz Gilze-Rijen und 1946 wurde er zu einem ständigen Militärstützpunkt der niederländischen Luftwaffe. Seit 2008 operieren fast alle Hubschrauber der Streitkräfte vom Flugplatz Gilze-Rijen aus. Die Lärmbelästigung für die Bevölkerung in der Region hat mit der Ankunft der Hubschrauber zugenommen.


Wo Kiebitz und Uferschnepfe noch Platz haben

Schauen Sie nach Osten, in das Land der Milchviehbetriebe. Sie sehen eine zerklüftete Parzellierungslandschaft, große Parzellen, viel Platz. Einst war dies Ödland. Die Landwirte haben dieses Gebiet sozusagen von Hand urbar gemacht.
Dann wuchs der Bedarf an Nahrungsmitteln und damit auch die Nachfrage nach einer effizienteren Nutzung der Anbauflächen. Zeit für die Flurbereinigung. Kleine Parzellen werden ausgetauscht und zusammengelegt. Viele Bäume verschwinden. Für Wiesenvögel wie Uferschnepfe und Kiebitz ist das kein Problem. Raubvögel lauern in den Bäumen, und Füchse lauern vielleicht im Gebüsch.
Auch hier ist es an der Zeit, umzudenken: Kühe drinnen oder draußen, mehr kräuterreiches Grünland, mehr Insekten, Unterschlupf für bodenbrütende Vögel wie Uferschnepfe und Kiebitz.

Haben Sie ein Fernglas? Dann werden Sie am Horizont einen Bauernhof mit einer Güllefarm sehen. Der Landwirt liefert Milch und Fleisch, vergärt die Gülle, nutzt die Wärme wieder, erzeugt Energie und verbessert mit dem Restprodukt den Boden.

Schauen Sie auch einen Moment nach Westen. Dort sehen Sie eine andere Landwirtschaft: einen Pflegebetrieb mit einem Pflückgarten, einen Züchter von alten holländischen Obstbäumen und ein Grundstück, auf dem ab 2019 Ölpflanzen angebaut werden, zum Beispiel für Walnussöl! Ergänzt durch Gras-, Kräuter- und Blumenrabatten, Getreide und Leguminosen wie die Lupine. Gut für die Artenvielfalt!


Fotos: NLGR - Natur- und Landschaftsverband Gilze und Rijen

Historischer Kern Molenschot und Sint Anneke

Das Dorf Molenschot gibt es schon seit sehr langer Zeit. Der dreieckige Platz im Kern des Dorfes stammt wahrscheinlich aus fränkischer Zeit (Frühmittelalter). Auf jeden Fall wird Mueleschot - Molenscot 1299 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Der kleine historische Kern beherbergt nicht weniger als fünf nationale Denkmäler: die Annakapelle, das Kalvarienkreuz, die Annastatue, die Annakirche und die Drie Linde.


Kapelle St. Anna (Foto 1975)

 

Anna-Statue (links) und Kalvarienbergkreuz (rechts)

Seit der Gründung der St.-Annen-Bruderschaft im Jahr 1879 finden alljährlich am 26. Juli Pilgerfahrten zur St.-Annen-Kapelle statt. Sie gilt als Fürsprecherin von Frauen, die schwanger werden wollen. Aber die Menschen pilgern auch in der Hoffnung auf eine Beziehung zu Anna: "Nach Molenschot geht jede Anneke um eines Mannes willen, jeder Mann um einer Anneke willen".


St. Annen-Kirche

 


Gasthaus De Drie Linden

 

Quelle: www.tijdmachinegilzerijen.nl von Heemkring Molenheide

 

Essen und Trinken in der Nachbarschaft
Spaßtipps in der Umgebung

 

Die Informationen auf dieser Seite wurden von Heemkring Molenheide, Natuur- en Landschapsvereniging Gilze en Rijen (NLGR) und der Gemeinde Gilze en Rijen zur Verfügung gestellt.